Brot mit Ei

Hand aufs Herz: Wer von euch gibt Eier in den Brotteig?
Also ich meine nicht einen süssen Teig, wie Brioche oder dergleichen, sondern in einen herzhaften Brotteig. Ich gebe ehrlich zu, dass ich bis letzten Dienstag gar nicht erst auf die Idee gekommen wäre das zu tun.

An besagtem letzten Dienstag war ich an einer Geburtstagsfeier. Ihr wisst, da wird über Gott und die Welt und manchmal auch über Rezepte gesprochen. Der Freund meiner Tante ist ein bekennender Hobbykoch und -bäcker und so kamen wir ins Fachsimpeln und er meinte, dass er in seinen Brotteig immer ein Ei geben würde. Anscheinend muss ich ihn wohl ziemlich entgeistert angeschaut haben, weil er sofort grinsend meinte: “Probier es aus, du wirst es mögen.”
Naja, in dem Moment war er ganz bestimmt überzeugter davon als ich. Und dennoch liess mich der Gedenke irgendwie nicht los.

Wer mich kennt, der weiss, dass ich die Geduld in Person bin, wenn ich etwas ausprobieren möchte, aber mich eben noch gedulden muss  😈 Als der liebe Gott die Geduld verteilt hat, war ich wohl grad Kaffee trinken. Habe nämlich nur eine klitze kleine Portion davon abbekommen.

Egal, gestern standen die Vorzeichen gut, denn ich hatte ein leeres Brotkörbchen und genügend Zeit – und natürlich Eier 😎  Also hielt mich nichts mehr. Ich war gespannt wie ein Flitzbogen, ob ich es wirklich mögen würde.

Brot mit Ei

Brot mit Ei
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  • 500 gr Weissmehl
  • 1 Ei (Raumtemperatur)
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • 250 ml Wasser
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Backmalz

  • Trockene Zutaten mischen
  • Hefe im Wasser auflösen, das Ei verquirlen und dazu geben. In die Schüssel der Küchenmaschine geben und die trockenen Zutaten nach und nach dazu geben.
  • Auf kleiner Stufe vermengen, dann auf Stufe 2 zu einem kompakten Teig kneten.
  • 2 Stunden ruhen lassen
  • Den Backofen mitsamt dem Römertopf auf 200° Umluft vorheizen. Das Brot 1 Stunde backen.

 

Was soll ich sagen – der Mann hatte Recht 🙂 Das schmeckt wirklich prima. Die Konsistenz ist schön fluffig und weich. Und was mir besonders aufgefallen ist: Ich hatte noch nie eine so krosse Kruste wie bei diesem Brot. Und zwar auch am zweiten Tag noch genau so wie am Backtag. Das Brot habe ich lediglich in einem sauberen Küchentuch eingewickelt gelagert.

Das mag ich so, am Austausch mit anderen Hobbybäckern. Man lernt immer noch was neues dazu.

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