Gemüsegratin mit Saucisson – Kanton Neuenburg

Unser zweiter Halt führt uns, wie bereits angekündigt, in einen Grenzkanton, in welchem Deutsch nicht die Hauptsprache ist. Viele werden jetzt wohl gedacht haben, dass ich mit euch einen Abstecher in den Kanton Tessin mache. Nein, nichts ist 😉 –  dieser Kanton steht zu einem späteren Zeitpunkt auf der Ausflugsliste. Heute entführe ich euch in den Kanton Neuenburg, nahe der französischen Grenze. Jetzt muss ich wohl auch nicht mehr gross ausführen, welche Landessprache hier gesprochen wird. Richtig – es ist Französisch.

Neuenburg ist unter anderem, wie der Kanton St. Gallen auch, bekannt für seine speziellen Würste, die nur im eigenen Kanton, unter ähnlichen Bedingungen wie die St. Galler Bratwurst, hergestellt werden dürfen; zum Beispiel die Neuenburger Saucisson IGP. Diese wird zum Gemüsegratin serviert.

Gemüsegratin mit Saucisson - Kanton Neuenburg

 

Diese Köstlichkeit unten ist deshalb dem Kanton Neuenburg zuzuordnen, weil es mit entsprechendem Käse hergestellt wird, unter anderem mit dem würzigen Gruyère.

Gemüsegratin mit Saucisson - Kanton Neuenburg

Sehenswertes Neuenburg

NE, so die Kantonsabkürzung ist aber nicht nur für seine kulinarischen Köstlichkeiten bekannt, sondern auch für die Uhrenindustrie. Im Jahre 2009 wurden die Städt La-Chaux-de-Fonds und Le Locle in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. So kann der interessierte Uhrenliebhaber z.B. in La-Chaux-de-Fonds einen Themenparcour aus 40 Etappen absolvieren, der sich rund um die Uhr dreht.

Zum Weltkulturerbe gehören aber auch die Seeufer-Pfahlbausieldungen, die man im Drei-Seen-Land bestaunen kann.

Passend zum (leider) nicht mehr allzu fernen Winter, kann der geneigte Kälteliebhaber dem La Brévine-Tal einen Besuch abstatten, das in den Wintermonaten Temperaturen von bis zu -40° erreicht. Man nennt es deshalb auch gerne das Sibirien der Schweiz. Ich muss ja nicht separat erwähnen, dass es auch diverse Langlaufstrecken und Möglichkeiten für Schneeschuhwanderungen gibt, denn bei diesen Temperaturen schmilzt die weisse Pracht nicht so schnell dahin.

Wer der Kälte gerne den Rücken kehrt und lieber auf den Pfaden der Könige wandelt, so wie ich,  dem sei ein Besuch im Schloss Neuenburg ans Herz gelegt. Ihr habt von dort eine wunderbare Sicht über die Stadt und den See.

Auf einem Weinpfad die Neuenburger Geschichte des Weins entdecken, ist natürlich auch drin. Oder ihr verzichtet auf die Wanderung und begebt euch gleich in die Weinkellerei und besichtigt dort, wie die Herstellung der edlen Tropfen funktioniert 😉

Genug der Sehenswürdigkeiten, jetzt geht es wieder in die Küche, das Gemüsegratin macht sich schliesslich nicht von alleine 😉

Aaaaaalso *in die Hände spuckt” – man nehme:

Gemüsegratin mit Saucisson – Kanton Neuenburg

Gemüsegratin mit Saucisson – Kanton Neuenburg
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    Für das Gemüsegratin
  • 1 EL Butter
  • 1 mittlere rote Zwiebel, klein gewürfelt
  • 100 gr Lauch geputzt und in Scheiben geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen geschält und zerdrückt
  • 300 gr Spinat, geputzt, blanchiert und sehr gut ausgepresst
  • 175 gr Gruyère gerieben
  • 1 mittlere Karotte geputzt und in Scheiben geschnitten
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Vollrahm
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 250 gr festkochende Kartoffeln in feine Scheiben geschnitten
  • 6-8 Têtede Moine-Röschen
  • Butterflocken
  • 1 Römertopf-Auflaufform ausgebuttert
    Fleischbeilage
  • 1 Saucisson Vaudoise IGP

    Zubereitung Gemüsegratin
  • Lauch, Knoblauch und Zwiebeln in Butter gut andünsten und in die ausgebutterte Römertopfform geben
  • Spinat und Karotte darauf verteilen. Mit 100 gr Gruyère bestreuen.
  • Dann die Kartoffelscheiben darauf verteilen.
  • Gemüsebrühe und Rahm erhitzen, sehr gut abschmecken und über das Gratin verteilen. Restlichen Gruyère darüber streuen. Mit Butterflocken belegen.
  • Gemüsegratin in der Mitte bei 180° Ober- und Unterhitze für ca. 50 Minuten backen.
  • Kurz vor Schluss die Tête de Moine-Röschen auf dem Gratin verteilen und nochmals kurz in den Ofen schieben.
    Zubereitung Saucisson
  • In der beheizten Rührschüssel bei 85° für ca. 1 Stunde ziehen lassen.
  • Oder in einem anderen Gefäss. Wichtig ist, dass das Wasser nicht mehr siedend heiss ist, sondern die Wurst nur darin ziehen kann.
  • Auf Tellern anrichten und sofort servieren.

Das war nun der zweite Halt auf unserer Reise quer durch die Schweiz.  Es gibt noch sehr viel zu erkunden, was wir natürlich auch weiterhin tun werden. Ihr seid herzlich dazu eingeladen.
Ich hoffe, ihr seid wieder mit dabei, wenn es heisst: Nächster Halt: …… 😉 nein – den verrate ich euch heute noch nicht. Lasst euch überraschen.

In diesem Sinne wünsche ich euch vorerst einen guten Herbst und auf ganz bald hier auf diesem Kanal.

Eure Rahel

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