Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019

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Am Freitag, den 13. September 2019 hat der Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019 in Zürich statt gefunden. Rückblickend kann ich sagen, dass es sich absolut gelohnt hat. Augen und Gaumen sind in perfekter Art und Weise verwöhnt worden und es haben sich ganz tolle Gespräche und Begegnungen ergeben.

Regionale Spezialitäten

Sehr positiv erstaunt war ich, wie viele wunderbare Produkte aus der Ostschweiz kommen. Damit meine ich jetzt natürlich nicht die regionalen und kantonalen Produkte, die bereits bekannt sind wie der Rheintaler Ribelmais oder die St. Galler Bratwurst, sondern die vielen kleineren und mittleren Manufakturen, die qualitativ sehr hochstehende Produkte produzieren, oder solche importieren, wie z.B. der Samenkönig. Auf ihn komme ich später nochmal separat zu sprechen. Sie alle liegen quasi vor meiner Haustüre.

Unsere erste Amtshandlung anlässlich des Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019 bestand im Erraten von 6 AOP*- oder IGP*-Lebensmitteln, die uns appetitlich angerichtet vorgesetzt wurden.
Eine Karte, auf welcher einige dieser geschützten Produkte eingezeichnet waren half uns ein wenig auf die Sprünge. Aber ganz so einfach war es dann doch nicht. Was es mit diesen beiden Bezeichnungen auf sich hat, erkläre ich euch unten in den blauen Balken in der Legende.
Auf jeden Fall habe ich bereits an diesem Stand mein kulinarisches Wissen erweitern dürfen 😊

Ein paar Stände weiter galt es, verschiedene Olivenöle zu verkosten, resp. an einer Umfrage teilzunehmen. Dafür erhielten wir 5 Becher, mit verschiedenen Ölen, die jeweils mit einer Nummer versehen waren. Gefragt war, wie sie generell zu gefallen wussten, wie bitter man sie empfand, resp. wie scharf sie wahrgenommen wurden und noch ein paar weitere ergänzende Fragen galt es zu beantworten. Damit wir das auch gut testen konnten, bekamen wir Wasser und frisches Brot, um das jeweils vorherige Öl zu neutralisieren. Unsere Eindrücke der fünf Olivenöle hielten wir dann schriftlich auf einem vorgedruckten Talon fest.
Es ist schon sehr eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Geschmacksnuancen bei den diversen Ölen wahrgenommen werden. Und vor allem auch, wie jeder sie anders aufnimmt. Diese Vielfalt ist sehr beeindruckend und war ein spannendes Experiment.

Und schon ging es weiter. Wir konnten gar nicht so viel probieren, wie uns angeboten wurde, sonst hätte man uns raus tragen müssen 🙄
Fakt ist, dass es wirklich alles gegeben hat, was das Herz begehrte. Angefangen von der Austern- und Kaviarbar, an der selbstverständlich auch Wein und Champagner ausgeschenkt wurde (die habe ich aber ausgelassen, weil ich weder Kaviar noch Champagner mag 🙄) über Käse, Schokolade, Wein, Senf, Trockenfrüchte, Wurstspezialitäten, etc etc.
Eine ganze Halle hat sich nur mit dem Thema Kaffee beschäftigt. Auch Spirituosenstände aller Arten waren vertreten.

Da wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist waren musste ich mich ein wenig zurück halten, denn jemand musste die ganzen Einkäufe ja schliesslich auch tragen. Dafür standen leider nur 4 Schultern zur Verfügung 😇

Ein kurzer Auszug aus unseren Standbesuchen:

Italien – Sizilien

Zum ersten Mal wurde ich an einem sizilianischen Käsestand schwach – diese Auslage 🥰🥰
Dort gönnten wir uns eine Scamorza und ein Stück Testun al Barolo. Dieser Hartkäse wird aus Schafs- und Ziegenmilch produziert. Die Rinde ist aus Barolo-Trester und gibt dem Käse sein unverwechselbares Aroma.

Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019
Testun al Barolo – die Tresterrinde ist hier gut sichtbar

Österreich – Steiermark

Den nächsten Halt machten wir in der Steiermark – bei den richtigen Kürbiskernprodukten. Hier bin ich nämlich sehr vorsichtig. Wenn Kürbiskernöl, dann ausschliesslich ein Produkt aus der Steiermark, weil ich mir hier sicher sein kann, dass es aus einer einheimischen Mühle stammt und ich keine Pansche bekomme.
Zudem haben wir hier aromatisierte Kürbiskerne bekommen, die einen absoluten Suchtfaktor aufweisen. Die sind sowas von lecker, das kann ich euch verraten. Produziert werden alle diese Produkte bei Samenkönig in der Steiermark

Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019
Aromatisierte Kürbiskerne aus der Steiermark

Was meine Aufmerksamkeit aber fast noch mehr erregte ist der Holzapfel-Balsamico. Dieser wird, ja ihr ahnt es schon 😉 aus dem steirischen Holzapfel, einer wilden Apfelsorte hergestellt, die es nicht mehr oft gibt. Der Essig reift 7 Jahre lang in Eichen-, Akazien- und Kastanienfässern und erhält dadurch sein Aroma.
Der Geschmack ist auf der einen Seite fruchtig, aber auch säuerlich. Er passt in eine Salatsauce genau so gut wie in eine Fleischmarinade. In allen Fällen ist er aber sparsam einzusetzen, damit seine Note nicht dominiert. Absolut empfehlenswert und für Leute wie mich, die gerne in der Küche experimentieren, ein absolutes Muss!

Diese tollen Produkte werden von der Firma Samenkönig Schweiz generalvertreten, die ihren Sitz in unserem Nachbarkanton Appenzell Innerrhoden hat. Mein Draht in die Steiermark ist also sehr nahe 😉

Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019
Holzapfel-Balsamico und Kürbiskernöl aus der Steiermark

Schweiz – Kanton St. Gallen

Dann haben wir natürlich auch den Stand des Rheintaler Ribelmais anlässlich des Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019 besucht. Bei diesem Produkt, das ich euch schon anlässlich der virtuellen Schweizerreise von Küchenstories vorgestellt hatte, handelt es sich ebenfalls um ein geschütztes AOP-Produkt.
Rheintaler Ribelmais ist sehr vielseitig einsetzbar. Mit ihm zaubert man leckere Nachspeisen oder deftige Beilagen. Natürlich ist er für den regionalen Ribel genau das richtige Produkt.
Ziemlich neu sind die Ribelmais-Chips die mit einem leckeren Ananas-Apfelchutney gereicht wurden, das es absolut in sich hatte. Ich sage nur – schaaaarf 🔥🔥🔥
Aus dieser Maisart wird auch Bier hergestellt, das sehr gut schmeckt. Die Auswahl ist gross und wird immer grösser. So soll das sein 🙂

Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019
Rheintaler-Ribelmais-Produkte

Ein weiteres Schweizer-Produkt aus “meiner” Region kennt ihr auch bereits aus einem früheren Blogbeitrag, nämlich den Tütenhüter. An der Gourmesse habe ich Sandra von den Böörds persönlich kennen lernen dürfen. Eine sehr sympathische junge Frau, die zusammen mit ihrem Partner ihrer Leidenschaft mit Herzblut nachgeht und sich mit ihrem tollen Produkt auf einem Höhenflug befindet, den ich den beiden von ganzem Herzen gönnen mag. Der Tütenhüter ist wirklich sehr vielseitig einsetzbar und hütet auch die Küchenstories-Tüten 😉

Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019
Küchenstories meets Tütenhüter

Und ebenfalls aus meinem Dorf kommt der Schweizer-Generalvertreter der kometenhaft aufsteigenden Tequila-Marke Padre Azul, dem ich natürlich ebenfalls anlässlich des Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019 einen Besuch abstatten musste 😉
Er ist übrigens auch der Betreiber von 9472 – haushalten und schenken mit Stil, wo ich mich sehr gerne aufhalte.

Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019

Die Liste der genialen Stände ist noch soooooo lange, aber wie sagt ein Sprichwort: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist 😉

Lieber lasse ich noch ein paar Bilder sprechen und hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick in diese wirklich besuchenswerte Messe geben konnte.
Allen Interessierten sei verraten, dass die nächste Gourmesse vom 10. bis 13. September 2020 in der Halle 622 in Zürich statt finden wird. Save the Date! Es lohnt sich 🙂

Somit ist der Küchenstories-Besuch an der Gourmesse 2019 beendet und ich verabschiede mich aus der Küchenstories-Küche. Habt alle ein schönes Wochenende!

Legende:

*AOP bedeutet: Appellation d’Origine Protégéé, was auf Deutsch in etwa so viel heisst wie “geschützte Ursprungsbezeichnung”. Mit AOP dürfen nämlich nur Produkte gekennzeichnet werden, die vom Rohstoff bis zum Endprodukt aus einer klar definierten Ursprungsregion stammen.
Bis jetzt sind “nur” 22 AOP-Produkte im Bundesregister eingetragen.

AOP-Produkte sind zum Beispiel:
Emmentaler AOP, Bloder-Sauerkäse AOP, Rheintaler Ribelmais AOP, Rigi Kirsch AOP

*IGP steht für Indication Géographique Protégée und heisst, dass die Produkte nicht von A-Z einer Ursprungsregion entstammen müssen. Sie werden entweder im Herkunftsort erzeugt, verarbeitet oder veredelt. Hierbei handelt es sich um eine geschützte Geografische Angabe.

Video-Eindrücke:

Ein paar Eindrücke habe ich euch in dem nachfolgenden Video zusammengefasst:

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