
10 Jahre Küchenstories – von Lindorkugel-Cupcakes bis heute
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24. Oktober 2025Auch krummes Gemüse will auf den Teller
Was siehst du auf dem Foto?

Auf den ersten Blick vielleicht etwas „unperfektes“ Gemüse. Auf den zweiten Blick: kostbare Lebensmittel in bester Bio-Qualität. Und ich sage dir: Ich habe dafür gerade einmal CHF 2.95 bezahlt. Für Gemüse, das vor kurzem noch im Abfall gelandet wäre – nur weil es nicht der Norm entspricht.
Ja, du hast richtig gelesen.
Solches Gemüse und solche Früchte wurden lange Zeit aussortiert, weggeschmissen oder als Tierfutter „deklassiert“. Warum? Weil sie nicht perfekt rund, gerade oder glänzend genug waren. Weil sie nicht in die genormten Schablonen passten, die den Detailhandel regieren.
Ich nenne das eine Frechheit.
Ich nenne das eine Schweinerei.
Denn während tonnenweise Nahrungsmittel im Müll landen, gibt es auf dieser Welt Millionen Menschen, die nicht wissen, wie sie satt werden sollen. Lebensmittel sind wertvoll – jedes einzelne. Dass wir uns den Luxus erlauben, sie nach Aussehen zu beurteilen und wegzuwerfen, ist schlicht absurd.
Umso mehr begrüsse ich es, dass Coop inzwischen den Mut hat, „nicht normgerechtes“ Gemüse zu einem reduzierten Preis anzubieten. Endlich! Es ist längst überfällig, dass wir lernen, die Wertigkeit von Lebensmitteln nicht am Äusseren festzumachen. Eine Karotte bleibt eine Karotte, auch wenn sie krumm ist. Eine Rande bleibt eine Rande, auch wenn sie nicht kugelrund glänzt.
Mein Appell
- Kaufe bewusst auch das Gemüse, das nicht der Norm entspricht.
- Freue dich über die Vielfalt der Formen und Farben – genau so wächst es in der Natur.
- Und vergiss nicht: Jeder Griff zu „unperfektem“ Gemüse ist ein kleiner Protest gegen die Verschwendung.
Wir alle tragen Verantwortung.
Wenn wir Lebensmittel als wertvolles Gut behandeln, als das, was sie sind – Lebens-Mittel – dann machen wir einen entscheidenden Schritt. Nicht nur für unseren Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt, für die Bauern und letztlich für unsere eigene Haltung dem Leben gegenüber.
Und weisst du was?
Diese „unperfekten“ Karotten, Randen und Auberginen schmecken mindestens genauso gut – wenn nicht sogar besser. Weil sie uns daran erinnern, dass Echtheit wichtiger ist als Perfektion.
Trotzdem: Meine erste Wahl bleibt der Hofladen meines Vertrauens. Dort bekomme ich saisonales Gemüse aus lokalem Anbau – frisch, perfekt und mit Herzblut kultiviert. Für mich ist das die ehrlichste Form des Einkaufens: Regional, nachhaltig und ohne Umwege. Aber wenn der Detailhandel den Weg gegen Verschwendung einschlägt, dann unterstütze ich auch das. Denn jedes gerettete Gemüse zählt.
Mit herzlichen Grüssen aus der Küchenstories Küche
Rahel
*** Dieser Beitrag enthält Markennennungen. Die genannten Produkte wurden selbst gekauft und sind nicht gesponsert. ***






