
Es gibt eine neue Generation bei KitchenAid
1. Mai 2026
Der Duft kam zuerst.
Warm. Erdige Tiefe.
Ein Hauch von Wald, der sich langsam in der Küche ausbreitet.
Sie stand am Herd, rührte gleichmässig, ohne Eile.
Das Risotto braucht Zeit.
Und Aufmerksamkeit.
Die Pilze hatte sie selbst gesammelt.
Am Morgen.
Dort, wo sie früher oft gewesen waren.
Zusammen.
Damals, als sie noch nebeneinander gingen
und nicht aneinander vorbei.
Der Reis nahm die Flüssigkeit langsam auf.
Schluck für Schluck.
Sie rührte weiter.
Ruhig. Gleichmässig.
Wie man es tut, wenn man weiss,
dass nichts überstürzt werden darf.
Die Tür ging.
Er warf den Schlüssel
wie gewohnt in die Schale
bei der Türe.
„Du bist schon da“, sagte er,
als er in die Küche trat
und ihr einen lieblosen Kuss
auf die Wange drückte.
Ein Satz ohne Gewicht.
Wie so vieles zwischen ihnen.
Und der Duft eines neuen, billigen
Parfums.
So vieles stand zwischen ihnen,
dem er immer wieder gekonnt auswich.
Sie nickte nur.
Die Pilze wanderten in die Pfanne.
Das Aroma wurde intensiver.
Dichter.
Sie griff zum Löffel.
Hielt ihn einen Moment in der Hand.
Sah in den Topf.
Dann legte sie ihn langsam wieder zur Seite.
Unbenutzt.
Zwei Teller.
Sorgfältig angerichtet.
Wie früher.
Sie setzten sich.
Ein kurzer Blick.
Dann wieder Stille.
Er nahm den ersten Löffel.
Dann noch einen.
„Das hast du lange nicht mehr gemacht“, sagte er.
„Nein“, antwortete sie.
Mehr kam nicht.
Ihre Blicke trafen sich.
Nur für einen Augenblick.
Er ass weiter.
Langsam.
Dann hielt er inne.
Ein kaum merkliches Zögern.
Sie lächelte.
Ganz ruhig.
„Ist dir nicht gut, Schatz?“
Er sah sie an.
Jetzt wirklich.
Mit grossen Augen.
Als hätte er plötzlich etwas verstanden,
das schon lange da war.
Sie hielt seinem Blick stand.
Der Duft lag noch immer in der Luft.
Warm. Erdige Tiefe.
Und zwischen ihnen
war auf einmal nichts mehr offen.
Zutaten
- 3 Tassen Risottoreis
- ca. 300 g gemischte Pilze
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 6 Tassen Gemüsebouillon
- 1 dl Weisswein (optional)
- 30 g Butter
- 40 g Parmesan
- Olivenöl
- Salz & Pfeffer
Zubereitung
- Zwiebel und Knoblauch fein hacken
- In Olivenöl glasig dünsten
- Reis dazugeben und kurz mitrösten
- Mit Weisswein ablöschen und einkochen lassen
- Bouillon nach und nach zugeben und rühren
- Pilze separat in der Butter anbraten und beigeben
- Weiter rühren, bis der Risotto «schlotzig» ist
- Parmesan unterziehen, abschmecken
Auf Tellern anrichten und nach Belieben mit mehr Parmesan bestreuen.
Optional für mehr Cremigkeit:
Am Schluss 1–2 Esslöffel Crème fraîche unterziehen.
Zum Schluss
Manche Dinge brauchen Zeit.
Andere einen Moment.
Hinweis:
Diese Geschichte ist frei erfunden und dient ausschliesslich literarischen Zwecken.
Die Inhalte sind fiktiv und stehen in keinem Bezug zur realen Anwendung.
*** Dieser Beitrag enthält Markennennungen. Die genannten Produkte wurden selbst gekauft und sind nicht gesponsert. ***


