
Self rising flour im Airfryer – mein erstes Experiment
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Fails aus der Küchenstories-Küche – unser erstes self-rising-flour-Experiment
Manchmal entstehen in der Küchenstories-Küche richtig tolle Rezepte.
Und manchmal entsteht… Erfahrung.
Sehr viel Erfahrung. 😄
In den letzten Tagen bin ich immer wieder über einen Begriff gestolpert:
Self rising flour.
Also Mehl, das bereits Triebmittel enthält und dadurch ohne Hefe aufgehen soll.
Natürlich wollte ich wissen:
Wie verhält sich dieses Mehl eigentlich im Airfryer?
Also wurde recherchiert, gemischt, ausprobiert und gebacken.
Zumindest war das der Plan.
Das Experiment beginnt
Das self rising flour wurde selbst gemischt aus:
- Mehl
- Backpulver
- etwas Salz
- und zusätzlich etwas Natron
Danach entstand daraus ein einfacher Blaubeer-Kuchenteig.
Die Idee klang eigentlich ziemlich gut.
Kleiner Kuchen.
Airfryer.
Schnelles Experiment.
Fertig.
Tja.
Der erste Fehler: Die Silikonform
Der Kuchen wurde in einer Silikonform gebacken.
Im ersten Moment schien das gar keine schlechte Idee zu sein.
Die Realität sah allerdings anders aus.
Die Oberfläche wurde zwar schön braun.
Der Boden blieb dagegen viel zu feucht und weich.

Im Nachhinein eigentlich logisch:
Silikon leitet die Hitze deutlich schlechter als Metall.
Gerade im Airfryer fehlte dadurch vermutlich die nötige Unterhitze.
Erste Erkenntnis des Tages:
Silikonformen und feuchte Airfryer-Kuchenteige ergeben vermutlich keine glückliche Liebesbeziehung.
Der zweite Fehler: Backpapier direkt auf dem Kuchen
Als der Kuchen oben immer dunkler wurde, kam die spontane Rettungsaktion:
Backpapier direkt auf den Kuchen.
Klang gut.
War es nicht.
Die starke Heissluft zog das lose Backpapier nach oben Richtung Heizspirale.
Dann haben die beiden zusammen ein bisschen „verkohlen“ gespielt 🙈
Das Resultat:
Ein leicht verbrannter Geschmack.
Und ganz ehrlich?
Hätte ich den Vorgang nicht rechtzeitig gestoppt, hätte daraus vermutlich sogar ein Sicherheitsproblem entstehen können.
Auch das gehört zu den Dingen, die man bei Heissluftgeräten erst wirklich versteht, wenn man sie erlebt.
Der dritte Fehler: Zu viel Feuchtigkeit
Der Kuchen wollte einfach nicht richtig stabil werden.
Die Mitte blieb weich.
Der Boden blieb feucht.
Und trotz zusätzlichem Nachbacken wollte daraus einfach kein klassischer Kuchen werden.
Geschmacklich?
Überraschend gut.
Strukturell?
Eher irgendwo zwischen:
- Kuchen
- Dessert
- Auflauf
- und Küchenchaos 😄
Rettungsversuche aus der Küchenstories-Küche
Natürlich wurde trotzdem weiterprobiert.
Der Kuchen wanderte:
- direkt auf den Boden des Gerätes
- später sogar noch in ein anderes Gerät
- teilweise umgedreht
- nochmals nachgebacken

Und genau da wurde das Experiment eigentlich erst richtig spannend.
Denn plötzlich ging es gar nicht mehr darum, einen perfekten Kuchen zu backen. Was im aktuellen Zustand sowieso eher einem Wunder gleichgekommen wäre 😇
Sondern darum zu verstehen:
Wie reagieren verschiedene Geräte?
Wie verhält sich die Hitze?
Wie viel Feuchtigkeit verträgt ein solcher Teig?
Und welche Formen funktionieren im Airfryer wirklich?
Was ich aus diesem Experiment mitnehme
Auch wenn das Resultat optisch kein Bilderbuch-Kuchen wurde:
Das Experiment war definitiv kein Schuss in den Ofen.
Eher einer in die Heissluftfritteuse. 😄
Denn ich nehme unglaublich viele Erkenntnisse mit:
- Self rising flour funktioniert grundsätzlich
- Der Teig kann locker werden
- Metallformen sind vermutlich deutlich besser geeignet
- Flachere Kuchen könnten besser funktionieren
- Der Boden braucht mehr direkte Hitze
- Lose Backpapier-Abdeckungen sind keine gute Idee
- Airfryer verhalten sich bei Kuchen komplett anders als normale Backöfen
Und genau solche Erfahrungen mag ich.
Der nächste Versuch kommt garantiert 😄
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