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19. Dezember 2015Ein kühler Tag wie heute ist genau richtig, um die Käsefondue-Saison einzuläuten. Deswegen gabs bei uns heute ein echtes Schweizer Käsefondue. Warum ein echtes? Nun, weil die gekauften Varianten – Gerber und Gala und wie sie sonst noch alle heissen, mögen mir verzeihen – etwa gleich viel mit einem echten Fondue zu tun haben, wie Milch direkt ab der Kuh mit kondensierter Milch. Nämlich rein gar nichts. Wer schon einmal einen Beutel mit Fertigfondue aufgemacht hat, weiss wovon ich spreche. Diese Industieprodukte haben gar nichts mit Käse zu tun, auch wenn sie danach schmecken.
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Ein Fondue wird in einem Caquelon (Pfanne) hergestellt und langsam erhitzt. Dazu braucht es je nach Gusto rezenten oder weniger starken Käse. Pro Person rechnet man für normale Esser etwa 200 Gramm. Lasst euch nicht davon täuschen nach „wie wenig“ es aussieht. Der Käse sättigt recht schnell.
Die hier angegebene Variante ist quasi die Urform des Fondue. Mittlerweile gibt es unzählige Varianten, wie es zubereitet wird. Da werden Pilze genauso verwendet wie Würste, Gemüse etc. etc.
Viele verfeinern ihr Fondue auch noch mit einem Schuss Schweizer Kirsch. Wir mögen das nicht so und deshalb findet ihr das in diesem Rezept nicht.
Die Menge Knoblauch, die ich verwendet habe, ist dem einen oder anderen sicherlich zuviel. Wir lieben Knoblauch, deswegen ist uns eine komplette Knolle gerade gut genug 🙂
Gerührt wird übrigens wird immer in einer 8. Das heisst, die Holzkelle „schreibt“ immer eine 8 in der Pfanne, das hält den Käse schön in Schwung und verhindert ein Anbrennen am Boden.
Wenn der Käse schön Fäden an der Holzelle zieht ist er fertig, um an den Tisch gebracht zu werden. Er wird dann auf den Vorsatz, welcher mit Brennpaste beheizt wird (es gibt auch elektrische Varianten) gesetzt und alle rühren mit Brotstücken in der Pfanne. Wir mögen als Brot sehr gerne eine rustikale dunkle Variante, viele ziehen das Weissbrot vor.
In vielen Haushalten herrscht der Brauch vor, dass, wer sein Brotstück in der Pfanne verliert, einen Schnaps ausgeben muss. In geselliger Runde kann das dem Schnapsvorrat ganz schön an die Substanz gehen 🙂
Zum Fondue passt ein feiner Weisswein genauso gut wie ein Schwarztee oder ein Mineralwasser.
Den Käse, der sich am Boden des Fonduecaquelon „eingebrannt“ hat, nennen wir hier „Grossmutter“. Die wird einfach mit der Fonduegabel gelöst und natürlich auch noch gegessen. Bei manchen Familien entbrennt da ein richtiger „Streit“, wer diesen leckeren Schluss des Fondues bekommt 🙂
In diesem Sinne wünsche ich jetzt schon gutes Gelingen, wenn ihr demnächst eure eigene Fondue-Saison einläutet.
Echtes Schweizer Käsefondue

Zutaten
- 400 gr rezenter Käse (oder auch mildere Varianten)
- 150 ml Weisswein
- 1 EL Maizena (Stärke)
- 1 Knoblauch in Stücken
- Pfeffer und Muskatnuss zum Würzen
Anleitung
- Käse mit dem Weisswein und Maizena ins Caquelon geben und unter ständigem 8er-rühren bei gemässigter Hitze aufkochen. Der Käse ist fertig, wenn er Fäden an der Holzkelle zieht.
*** Dieser Beitrag enthält Markennennungen. Die genannten Produkte wurden selbst gekauft und sind nicht gesponsert. ***






