Wie gelingt mein Pastateig?

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Wie gelingt mein Pastateig?
Safrannudeln

Viele schwören auf Eierpasta, andere verzichten bewusst auf die Zugabe von Eiern. Nachstehend findet ihr für beide Varianten ein funktionierendes Grundrezept, das natürlich nach Herzenslust abgewandelt werden kann – only the sky is the limit 🙂

Pastateig mit Ei

100 gr Mehl
1 Ei

Ich verwende für diesen Teig kein Öl (weil die Nudeln sonst die Sauce nicht aufnehmen können) und kein Salz, weil ich das Kochwasser sehr gut salze und das reicht.

Ei und Mehl mische ich in der Küchenmaschine (KitchenAid mit Flachrührer) zu einem grisseligen Teig. Damit meine ich, dass der Teig aus kleinen Stücken besteht, die so ähnlich wie Streusel aussehen.

Dann forme ich mit nassen Händen eine Kugel. Wobei ich eben diese Stückchen zusammennehme und miteinander verbinde. Dafür reicht es wirklich aus, wenn ihr die Hände unter fliessendem Wasser nass macht. Mehr Flüssigkeit braucht es nicht, sonst wird der Teig zu feucht.

Sollte der Teig bereits durch das Ei zu feucht geworden sein, gebe ich einfach noch Mehl dazu bis die Konsistenz ledrig ist. Dann ist er perfekt für die Weiterverarbeitung.

Da meiner Meinung nach frische Pasta am besten schmeckt, lasse ich den Teig nicht ruhen, sondern verarbeite ihn gleich weiter. Ihr könnt ihn aber auch für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank geben, oder einfach in einer Schüssel bei Raumtemperatur ruhen lassen. Alle Varianten sind möglich und führen, bei richtiger Teigkonsistenz, zum gewünschten Endergebnis.

Anschliessend wird der Teig entweder mit den Nudelwalzen zu Bandnudeln oder Spaghetti verarbeitet oder ich stelle mit dem Röhrennudelvorsatz Maccharoni, Fussilli oder dergleichen her.

Wenn ihr den Teig mit einer Pastamaschine verarbeitet und ihr merkt auf einmal, dass er an den Walzen klebt, könnt ihr auch jetzt noch nachmehlen. Das tut der Qualität keinen Abbruch.

Selbstverständlich kann man auch alle Schritte, die ich mit der Küchenmaschine und dem entsprechenden Zubehör erledige, auch von Hand machen.

Pastateig ohne Ei

100 gr Mehl
ca. 0.5 – 1 dl Wasser

Auch hier verwende ich weder Öl noch Salz. Je nachdem was für ein Mehl verwendet wird, kann die benötigte Menge Flüssigkeit varieren.

Die Verarbeitung funktioniert genau gleich wie beim Pastateig mit Ei.

Welches Mehl ist das Richtige?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Die Geschmäcker sind verschieden und deshalb gibt es auch kein richtig oder falsch bei der Wahl des Mehles.

Grundsätzlich kann jedes Mehl zur Herstellung von Pasta verwendet werden.

Ich stelle meine Teige gerne mit Hartweizengriess her. Manchmal vermische ich Hartweizengriess mit 405er Mehl (Verhältnis 1:1), manchmal verwende ich auch fertiges 00-Mehl, Spätzli- oder Knöpflimehl, das man in jedem Supermarkt bekommt. Bei den letzten beiden ist das Verhältnis bereits ausgeglichen und man kann es direkt verarbeiten. Auch Vollkorn- und Dinkelmehl lassen sich prima verarbeiten.

Pasta, oder Teigwaren, wie wir sie in der Schweiz nennen, muss auch nicht zwangsläufig weiss bleiben. Es gibt viele Möglichkeiten den Teig zu färben und mit diversen Aromen zu versehen. Entweder durch Zugabe von frisch gekochtem Spinat, roter Bete, Tomatenmark, Safran, Piment d’Espelette oder oder….. auf meiner To-do Liste steht als nächstes Pastateig mit Zitrone 😉

Farbe und Aromen können aber auch durch trockene Zutaten erreicht werden. Dafür habe ich mir Spinat- und rote Betepulver gekauft. Davon gebe ich auf 200 gr Mehl 1 Esslöffel dazu. Vom Ergebnis war ich begeistert. Es hat sehr gut geschmeckt und eignet sich prima, wenn es mal schnell gehen soll. Das Rezept der Spinatnudeln findet ihr ebenfalls auf meiner Seite.

Auch bei der weiteren Verarbeitung gibt es eine Vielzahl von Variationen. Sehr gut geeignet sind manuelle oder elektrische Pastamaschinen und -vorsätze für Küchenmaschinen, Raviolibretter und -ausstecher, oder wie oben bereits geschrieben die altbewährte Weise  – von Hand.

Egal welche Zubereitungsart  und Pastavariante man wählt, das Resultat ist einmalig gut und niemals  mit einer gekauften Pasta zu vergleichen. Basta 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Vergnügen und guten Erfolg beim “Nudeln” 🙂

Rahel

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2 comments on “Wie gelingt mein Pastateig?”

  1. Sabine

    Hallo Rahel,
    habe heute mit meiner KA Pastateig gemacht. Habe leider noch nicht die passenden Nudelvorsätze, daher mit einer manuellen Maschine gewaltzt. Ging alles gut. Hatte nur das Problem, dass die geschnittenen Nudeln zusammenklebten. Hast Du einen Trick? Vielen lieben Dank!!

    • Rahel Sahler

      Hallo Sabine

      Dann war der Teig mit ziemlicher Sicherheit noch zu feucht für die Verarbeitung.

      Wenn du die Nudeln bereits gewalzt hast, kannst du sie dann in Hartweizengriess wälzen (nicht im Mehl, weil sie sonst beim Kochen erst recht zusammenkleben!)

      Für die Pastaherstellung sollte der Teig eher zu trocken als zu feucht sein.

      Wenn du schon beim Herstellen des Teiges merkst, dass er noch zu feucht ist, einfach Mehl zugeben, bis die Konsistenz stimmt.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall gutes Gelingen für die nächste Nudelproduktion!

      Und falls du weitere Fragen hast, kannst du dich gerne nochmals melden.

      Liebe Grüsse
      Rahel

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